
GEWALTENTEILUNG VERSTEHEN: DEMOKRATIE IN DER PRAXIS
23.11.2026
Wie funktionieren die Staatsgewalten? Welche sind sie? Und warum ist ihre Trennung in einem demokratischen Staat so wichtig?
Antworten auf diese zentralen Fragen fanden Jugendliche im Rahmen eines interaktiven Workshops, der am 28.11.2025 im Zuge des Projekts „Demokratie aus der Perspektive der Jugendlichen“ stattfand.
Das Projekt wird vom Wiener Menschenrechtszentrum und Integrationshaus Neki initiiert und umgesetzt und richtet sich an Jugendliche mit Migrationsgeschichte, mit dem Ziel, ihr Verständnis für demokratische Strukturen und Prozesse nachhaltig zu stärken.
Bevor die Teilnehmenden mit der Bearbeitung simulierter Fallbeispiele begannen, lernten sie die grundlegenden Instrumente, Aufgaben und Funktionen der drei Staatsgewalten kennen: Legislative, Exekutive und Judikative. Durch diese Einführung erhielten sie ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung der Gewaltenteilung und deren zentrale Rolle für das Funktionieren eines demokratischen Rechtsstaates.
In Kleingruppenarbeiten diskutierten die Jugendlichen reale und hypothetische Situationen, analysierten institutionelle Zuständigkeiten und entwickelten gemeinsam begründete Lösungsansätze. Dadurch wurden nicht nur ihr kritisches Denken, sondern auch ihr Verständnis demokratischer Entscheidungsprozesse gestärkt.
Der Workshop hatte nicht nur einen informativen, sondern auch einen stark bildenden Charakter: Er förderte aktive Beteiligung, zivilgesellschaftliche Verantwortung sowie die Fähigkeit, demokratische Abläufe über die reine Theorie hinaus zu reflektieren und anzuwenden.
Geleitet wurde der Workshop von der Menschenrechtstrainerin Ludmila Tino Șîrbu, unterstützt von der Sozialpsychologin für Integration Natalia Mykhalchenko.
Die Gesamtkoordination des Projekts lag bei Zhovidi Kholzada.